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Youngster überrascht Carsten Schlangen bei Deutschen Meisterschaften

[27.02.2012] - Eine Überraschung gab es bei den Deutschen Hallen-Meisterschaften in Karlsruhe am Sonntag im 1.500-m-Finale der Männer: Der 19-jährige Heyi Homiyu Tesfaye, der einen äthiopischen Hintergrund hat, schnappte sich den Titel. Im Endspurt besiegte der Youngster dabei den großen Favoriten, Carsten Schlangen (LG Nord Berlin). Auf der Zielgerade stürmte Tesfaye an dem Berliner vorbei und gewann in 3:47,34 Minuten. Schlangen, der 2010 in Barcelona EM-Zweiter war, hatte in 3:48,05 das Nachsehen. Dritter wurde Martin Sperlich (VfB Friedrichshafen) mit 3:49,84.


Carsten Schlangen musste sich überraschend geschlagen geben.
Foto: photorun.net

Über 800 m hatte Sören Ludolph (LG Braunschweig) gut zehn Minuten zuvor seinen Titel verteidigt. Er bestimmte das Geschehen in dem Finale und war in einem langen Spurt nicht zu schlagen. Ludolph gewann mit 1:52,27 Minuten vor Jan Riedel (Dresdner SC/1:52,53), der sich mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung vor Kevin Stadler (Erfurter LAC) die Silbermedaille sicherte.

Einen zweiten Doppelsieg feierten die Läuferinnen der LG Telis Regensburg. Nachdem Corinna Harrer tags zuvor vor ihrer Klubkameradin Maren Kock die 3.000 m gewonnen hatte, liefen sie im 1.500-m-Finale in umgekehrter Reihenfolge ins Ziel. Kock gewann in 4:14,72 Minuten vor Harrer (4:15,24). Die Hindernisläuferin Gesa Felicitas Krause (Eintracht Frankfurt) hatte sich lange Zeit um das Tempo in diesem Finale bemüht und wurde schließlich Dritte mit 4:16,36.

Eine starke und überraschende Leistung zeigte Carolin Walter (Bayer Leverkusen) im 800-m-Finale in Karlsruhe. Die 23-Jährige setzte sich von Beginn an an die Spitze, hielt das Tempo hoch und kam mit einem Meisterschaftsrekord von 2:01,29 Minuten ins Ziel. Mit dieser persönlichen Bestzeit unterbot sie die Hallen-WM-Norm von 2:02,80 deutlich und wird bei den Weltmeisterschaften in Istanbul in zwei Wochen starten. In der Jahresweltbestenliste stieß sie mit ihrer Zeit von Karlsruhe auf Rang zwölf nach vorne. Auch ihre Freiluft-Bestzeit (2:04,22) hat Carolin Walter am Sonntag deutlich unterboten. Zweite wurde Karolina Pilawa (LG Stadtwerke München) mit 2:04,69 vor Aline Krebs (LAZ Saarbrücken/2:04,71).

Text: race-news-service.com

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Farah bricht Europarekord, Gabius läuft deutschen Rekord

[20.02.2012] - Zwei Uralt-Rekorde fielen im Zwei-Meilen-Rennen in Birmingham am Sonnabend. Bei dem hochklassigen Hallen-Meeting stellte Mo Farah (Großbritannien) eine europäische Bestleistung auf, während Arne Gabius (LAV Tübingen) die deutsche Bestmarke knackte. Es ist der erste nationale Rekord eines deutschen Langstreckenläufers in diesem Jahrtausend. Sieger war in Birmingham allerdings ein anderer: Der Kenianer Eliud Kipchoge gewann in der Jahresweltbestzeit von 8:07,39 Minuten vor Farah (8:08,07) und Moses Kipsiro (Kenia/8:08,16). Hinter dem viertplatzierten Tariku Bekele (8:08,27) folgte Arne Gabius mit 8:10,78 auf Rang fünf.


Arne Gabius ist der neue deutsche Rekordhalter über zwei Meilen in der Halle.
Foto: photorun.net

Die Zwei-Meilen-Distanz wird nur selten gelaufen und ist auch kein Meisterschaftswettbewerb. Bei dem Hallenmeeting in Birmingham steht die Distanz allerdings immer wieder auf dem Programm. Hier stellte der Äthiopier Kenenisa Bekele vor vier Jahren mit 8:04,35 Minuten auch den aktuellen Weltrekord auf.

Die britischen Fans hofften natürlich auf einen Sieg von Mo Farah, der im vergangenen Jahr den 5.000-m-WM-Titel gewonnen hatte. Doch am Ende musste sich der 28-Jährige dem Kenianer Eliud Kipchoge geschlagen geben. Immerhin durfte sich Mo Farah mit dem Europarekord trösten. Die Bestmarke war knapp 30 Jahre alt: 1973 war der Belgier Emiel Puttemans 8:13,2 Minuten gelaufen.

In überraschend starker Form präsentierte sich einmal mehr Arne Gabius. Der 30-Jährige, der viele Jahre vom 5.000-m-Olympiasieger von 1992, Dieter Baumann, trainiert worden war, war am vergangenen Sonntag in Karlsruhe bereits auf Rang zwei der deutschen Alltime-Liste über 3.000 m gestürmt. Bei dem Hallenmeeting war er nach 7:38,13 Minuten im Ziel und hatte den deutschen Rekord von Dieter Baumann (7:37,51) nur relativ knapp verpasst. In Birmingham war Arne Gabius nun deutlich schneller als die bisherige nationale Bestzeit. Kein geringerer als Thomas Wessinghage war 1982 eine Zeit von 8:30,2 Minuten gelaufen. Mit 8:10,78 unterbot Arne Gabius nunmehr diese Zeit um rund 20 Sekunden.

Man darf gespannt sein, zu welchen Leistungen Arne Gabius, der im vergangenen Jahr sein Medizinstudium beendete und sich nunmehr voll auf das Laufen konzentriert, im Sommer fähig sein wird. Zuvor wird er allerdings noch bei den Hallen-Weltmeisterschaften im März in Istanbul über 3.000 m starten.

Nachdem die kenianische Doppel-Weltmeisterin Vivian Cheruiyot ihren Start über 3.000 m in Birmingham krankheitsbedingt hatte absagen müssen, gewann die Äthiopierin Meseret Defar das Rennen mit einer Jahresweltbestzeit von 8:31,56 Minuten. Zweite wurde Helen Obiri (Kenia) mit 8:35,35. Rang drei belegte Gelete Burka (Äthiopien) in 8:36,59.

Text: race-news-service.com

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Titelverteidiger Mutai und Kilel starten erneut in Boston

[13.02.2012] - Beide Titelverteidiger werden beim Boston-Marathon am 16. April an den Start gehen: Die Kenianer Geoffrey Mutai und Caroline Kilel wurden für das Traditionsrennen, das zum 116. Mal stattfinden wird und in diesem Jahr die World Marathon Majors (WMM)-Saison eröffnet, verpflichtet. Dies gaben die Veranstalter der Boston Athletic Association (BAA) bekannt.


Die Titelverteidiger Geoffrey Mutai und Caroline Kilel wollen in Boston weitere Trophäen sammeln.
Foto: photorun.net

Geoffrey Mutai war im vergangenen Jahr auf dem Bostoner Kurs von Hopkinton ins Stadtzentrum mit 2:03:02 Stunden die schnellste Zeit aller Zeiten gelaufen. Aufgrund der Streckenbeschaffenheit können die Boston-Ergebnisse jedoch nicht als Rekorde anerkannt werden, so dass Patrick Maukau (Kenia/2:03:38) der Weltrekordler ist. Geoffrey Mutai hatte dann im vergangenen November in New York mit dem famosen Streckenrekord von 2:05:06 Stunden bewiesen, dass seine Boston-Zeit kein Zufall war.

Ein halbes Dutzend Landsleute sowie ein Äthiopier gelten am 16. April als schärfste Konkurrenten für Geoffrey Mutai. Der Mann mit der zweitschnellsten Bestzeit ist Gebre Gebremariam. Der Äthiopier wurde im denkwürdigen Boston-Rennen 2011 Dritter in 2:04:53 Stunden. Sechs Kenianer werden zudem am traditionellen Montags-Termin an den Start gehen, die Bestzeiten von unter 2:06:30 aufweisen: Levy Matebo, der im vergangenen Oktober in Frankfurt als Zweiter 2:05:16 erreichte, der aktuelle Rotterdam-Marathon-Sieger Wilson Chebet (Bestzeit: 2:05:27), der Boston-Marathon-Sieger von 2010, Robert Kiprono Cheruiyot (2:05:52), Laban Korir (2:06:05), Wesley Korir (2:06:15) und Bernard Kipyego (2:06:29).

Auch die Boston-Siegerin des vergangenen Jahres lief damals ihre Bestzeit: Caroline Kilel gewann ein dramatisches Rennen in 2:22:36 Stunden mit nur zwei Sekunden Vorsprung vor Desiree Davila (USA). Während die US-Amerikanerin dieses Mal nicht am Start sein wird, wurden drei Athletinnen verpflichtet, die schnellere Bestzeiten als die kenianische Titelverteidigerin aufweisen können: Die aktuelle Dubai-Marathon-Siegerin Aselefech Mergia (2:19:31), Galina Bogomolova (Russland/2:20:47) und die Frankfurt-Marathon-Siegerin Mamitu Daska (Äthiopien/2:21:59). Acht weitere Läuferinnen mit Bestzeiten von unter 2:25 werden am 16. April in Boston starten.

Text: race-news-service.com

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24 Läufer unter 62 Minuten beim Halbmarathon in Marugame

[06.02.2012] - Eine enorm starke Breite in der Spitze sowie zwei souveräne Sieger hatte der Marugame-Halbmarathon in Japan am Sonntag. Im Rennen der Männer setzte sich der Kenianer Matthew Kisorio mit 60:02 Minuten ebenso klar durch wie die Äthiopierin Tiki Gelana mit 68:48 bei den Frauen.


Matthew Kisorio gewann am Sonntag in Japan.
Foto: photorun.net

Der erst 22-jährige Matthew Kisorio zeigte über die 21,0975 km einmal mehr seine Klasse. Im vergangenen Jahr hatte er seine Bestzeit über die ,halbe Distanz’ auf hochklassige 58:46 Minuten gesteigert, nun dominierte er das Rennen in Japan und verpasste eine Zeit unter einer Stunde nur ganz knapp. Seine Landsleute Daniel Gitau (61:01), Jacob Wanjuki (61:02) und Benjamin Gandu (61:06) belegten die nächsten Plätze. Gleich 24 Läufer erzielten Zeiten von unter 62 Minuten. Weitere 23 kamen unter 63:00 ins Ziel. Eine derartige Breite in der Spitze ist im Halbmarathon außergewöhnlich.

Auch bei den Frauen gab es eine souveräne Siegerin: Tika Gelana gewann in 68:48 und blieb als einzige unter 70:00 Minuten. Es war zugleich eine persönliche Bestzeit für die 24-jährige Äthiopierin, die erstmals in ihrer Karriere unter 70 Minuten blieb. Hinter Tika Gelana belegten die Japanerinnen Kaoru Nagao (70:32), Sayo Nomura (70:34) und Misato Horie (70:37) die nächsten Plätze. Auch bei den Frauen war die Breite in der Spitze stark: Sechs Läuferinnen blieben unter 71:00 Minuten, 15 kamen unter 1:13 Stunden ins Ziel.

Text: race-news-service.com

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