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Risa Shigetomo nach Osaka-Sieg mit guten Karten für Olympia-Nominierung

[30.01.2012] - Die Japanerin Risa Shigetomo hat den Osaka-Marathon gewonnen und damit einen entscheidenden Schritt in Richtung Olympiastart in London gemacht. Mit ihrer Siegzeit von 2:23:23 Stunden ist sie die zurzeit aussichtsreichste Kandidatin auf einen der drei in Japan besonders heiß umkämpften Startplätze für Olympia. Nur noch bei einem weiteren Rennen können sich Japans Frauen für London qualifizieren: Der Nagoya-Marathon wird Anfang März gestartet.


Risa Shigetomo gewinnt den Osaka-Marathon.
Foto: www.photorun.net

Die Tempomacherin Yuko Shimizu hatte die Halbmarathonmarke nach 70:58 Minuten erreicht, was für sie eine persönliche Bestzeit bedeutete. Nachdem sie nach 22 km ausgestiegen war, gab es einen Zweikampf zwischen Risa Shigetomo und der hoch eingeschätzten Kayoko Fukishi. Dieser war jedoch schon nach 26,5 km entschieden, denn Fukushi konnte das Tempo nicht mehr halten, fiel in der Folge weit zurück und kam schließlich auf Rang neun in 2:37:35 Stunden ins Ziel.

Bei kühlen aber insgesamt guten Wetterbedingungen kam Tetyana Gamera-Shmyrko (Ukraine) mit deutlichem Rückstand auf die Siegerin in 2:24:46 als Zweite ins Ziel. Dritte wurde Azusa Nojiri (Japan) mit 2:24:57. Auch die auf Rang vier und fünf folgenden Japanerinnen Chika Horie (2:28:35) und Kiyoko Shimahara (2:29:51) blieben noch unter 2:30 Stunden.

Mizuki Noguchi, die Marathon-Olympiasiegerin von Athen 2004, musste kurzfristig aufgrund einer Oberschenkelverletzung auf ihren Start in Osaka verzichten. Der Japanerin bleibt nun der Nagoya-Marathon als letzte Olympia-Qualifikationschance. Anfang März will sie dort an den Start gehen.

Text: race-news-service.com

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Kenia verschiebt Olympia-Nominierung, London-Marathon wird zum Ausscheidungsrennen

[23.01.2012] - Der Virgin London-Marathon wird am 22. April für Kenians Marathonstars zu einer Art Ausscheidungsrennen für die Olympischen Spiele, die im Sommer in der britischen Metropole stattfinden. „Wir werden ein halbes Dutzend der besten kenianischen Läufer am Start haben und freuen uns genau 16 Wochen vor dem olympischen Rennen auf einen enorm spannenden Kampf um die Podiumsplätze“, erklärte Race-Direktor David Bedford, der heute das Männer-Elitefeld des Laufes bekannt gab. Bezüglich der dominierenden kenianischen Athleten – von denen nur drei für Olympia nominiert werden können – dürfte der Marathon im April besser besetzt sein als das Rennen um die Goldmedaillen am 12. August.


Ein dramatisches Rennen verspricht der London-Marathon am 22. April zu werden.
Foto: www.photorun.net

Kenias Funktionäre haben es damit allerdings wieder einmal nicht geschafft, ihren ursprünglichen Plan einzuhalten. Man wolle, so hieß es im Herbst immer wieder, den Athleten genügend Zeit geben und sie deshalb frühzeitig nominieren. Weltmeister Abel Kirui und Weltrekordler Patrick Makau galten schon als gesetzt. Und Makau erklärte nach seinem Rekordrennen in Berlin (2:03:38 Stunden), er werde sich voll und ganz auf Olympia konzentrieren und keinen Frühjahrsmarathon mehr laufen. Diese Planung machte Kenias Verband nun wieder zunichte. Die Nominierung wurde auf den 30. April vertagt.

Sechs Marathonläufer haben die Kenianer vornominiert, was aber aufgrund der jüngsten Erfahrungen wohl bedeutungslos ist. Vier von ihnen starten in London am 22. April: Patrick Makau, Frankfurt-Marathon-Sieger Wilson Kipsang (2:03:42), London-Vorjahressieger Emmanuel Mutai (2:04:40) und Weltmeister Abel Kirui (2:05:04). Die anderen beiden vornominierten Läufer sind Geoffrey Mutai, der als Titelverteidiger am 16. April in Boston starten wird, und Moses Mosop. Mutai war im vergangenen Jahr in Boston 2:03:02 Stunden gelaufen und war vier Sekunden vor Mosop im Ziel. Die Boston-Zeiten können aufgrund der Strecken-Beschaffenheit jedoch nicht als Rekorde anerkannt werden. Mosop wird am 15. April in Rotterdam laufen.

In London werden am 22. April noch zwei weitere Kenianer an den Start gehen, die sich für Olympia noch Chancen ausrechnen: Martin Lel (2:05:15) und Vincent Kipruto (2:05:13). Der voraussichtlich stärkste nicht-kenianische Läufer ist der Äthiopier Tsegaye Kebede (2:05:18).

Text: race-news-service.com

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Äthiopier brechen Streckenrekorde beim Houston-Marathon

[16.01.2012] - Am Tag nach den hochklassigen und spannenden US-Marathon-Olympia-Trials stand der Houston-Marathon dem Wettbewerb vom Sonnabend nicht nach. Bei dem Massenrennen mit einem internationalen Elitefeld fielen bei guten Wetterbedingungen mit Temperaturen von rund 12 Grad Celsius beide Streckenrekorde. Dabei dominierten jeweils äthiopische Läufer die Entscheidungen: Tariku Jufar gewann in 2:06:51 Stunden, seine Landsfrau Alemitu Abera siegte mit 2:23:14.


Alemitu Abera gewinnt den Houston-Marathon mit einem Kursrekord.
Foto: www.photorun.net

Der 27-jährige Tariku Jufar hatte sich rund fünf Kilometer vor dem Ziel von seinem letzten verbliebenen Verfolger, seinem Landsmann Debebe Tolossa, gelöst. Am Ende unterbot er den bisherigen Streckenrekord um 13 Sekunden und erzielte die erste Zeit unter 2:07 Stunden in Houston. Es ist zudem eine persönliche Bestzeit für Jufar, der 2008 in Hamburg als Dritter 2:08:10 gelaufen war. 2009 hatte der Äthiopier Pech, als er in Addis Abeba von einem Auto angefahren wurde und sich dabei das Schlüsselbein brach. Nun feierte er in Houston den bisher größten Sieg seiner Karriere. Debebe Tolossa wurde Zweiter in 2:07:41, Demssew Tsega machte den äthiopischen Dreifach-Triumph nach 2:11:13 perfekt.

Im Rennen der Frauen lief Alemitu Abera zu einem souveränen Sieg. Die größte Gegnerin der Äthiopierin war in Houston am Sonntag die Uhr. Begleitet von einem männlichen Tempomacher erreichte sie schließlich hochklassige 2:23:14 Stunden. Damit unterbot die 26-Jährige ihre eigene Bestzeit gleich um über drei Minuten und den bisherigen Streckenrekord um 39 Sekunden. Die frühere australische Crosslauf-Weltmeisterin Bennita Willis wurde Zweite in 2:28:24 und dürfte sich damit für den olympischen Marathon qualifiziert haben. Rang drei belegte Yihunlish Delelecha (Äthiopien) mit 2:31:19.

Auch im parallel veranstalteten Halbmarathonrennen gab es sehr gute Siegzeiten durch zwei äthiopische Läufer. Feyisa Lilesa steigerte sich als Gewinner des Männerlaufes auf 59:22 Minuten und verbesserte den Streckenrekord des US-Amerikaners Ryan Hall um 21 Sekunden. Bei den Frauen setzte sich Oljira Belaynesh in der Kursbestzeit von 68:26 Minuten durch. Nach einem spannenden Zweikampf lag sie im Ziel lediglich zwei Sekunden vor der Kenianerin Caroline Kilel.

Alles zusammen gingen bei der 40. Auflage des Houston-Marathons über 17.500 Läufer an den Start.

Text: race-news-service.com

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Kiprop und Britton dominieren in Edinburgh, Pleite für Bekele

[09.01.2012] - Asbel Kiprop, Kenias 1.500-m-Olympiasieger von Peking 2008, hat beim hochkarätig besetzten Bupa Great Edinburgh Cross Country-Rennen die Langstreckenstars überrascht. Der 22-jährige Mittelstreckler gewann bei kühlem, windigem aber sonnigem Wetter auf einem teilweise tief matschigen Boden das 3-km-Rennen. Es war sein erster internationaler Cross-Sieg überhaupt im Männerbereich. In einem Crosslauf mit einigen Überraschungen wurde der Doppel-Olympiasieger Kenenisa Bekele (Äthiopien/5.000 und 10.000 m) schwer geschlagen. Er kam lediglich als Elfter ins Ziel.


In der Anfangsphase lag das Frauenfeld mit der späteren Siegerin Fionnuala Britton (Mitte, im weißen Trikot) noch dicht beieinander.
Foto: Nova International

In der letzten der drei Runden hatte sich Asbel Kiprop vom britischen Youngster Ross Millington abgesetzt, der zuvor mutig an die Spitze gegangen war und gemeinsam mit dem Kenianer in Führung gelegen hatte. Weder der Edinburgh-Vorjahressieger Eliud Kipchoge noch der 3.000-m-Hindernis-Olympiasieger Brimin Kipruto (beide Kenia) und Kenenisa Bekele spielten in der entscheidenden Phase ein Rolle. Während Asbel Kiprop in 9:20 Minuten ins Ziel stürmte, nachdem er ganz locker die letzte Runde auf dem hügeligen Terrain des Holyrood Parks absolviert hatte, kämpften ein gutes Stück zurück Eliud Kipchoge und der Spanier Juan Carlos Higuero um Platz zwei – das dachten sie zumindest. Doch auf den allerletzten Metern wurden sie noch von einem anderen britischen Youngster überrascht: Nach einem sehr starken Endspurt hatte sich der 19-jährige Jonny Hay den zweiten Rang geschnappt in 9:25. Kipchoge wurde schließlich mit einer Sekunde Rückstand vor dem zeitgleichen Higuero Dritter.

Neben Kenenisa Bekele, der nach 9:42 Minuten im Ziel war, hatte mit Brimin Kipruto auch ein weiterer Olympiasieger einen schwarzen Tag: Der Kenianer lief einen Rang hinter dem Äthiopier zeitgleich als Zwölfter über den Zielstrich. "Als ich nach Edinburgh kam, wusste ich, dass ich nicht in bester Form sein würde. Es war 50:50 ob ich gut laufen würde oder nicht. Natürlich bin ich nicht zufrieden mit dieser Platzierung – aber was kann ich machen", erklärte Kenenisa Bekele, der aber hinzufügte: "Bezüglich der Olympischen Spiele in London bleibe ich optimistisch."

Im Gegensatz zu Superstar Kenenisa Bekele hatte Asbel Kiprop einen perfekten Start in das Olympiajahr. "Ich war durchaus überrascht, dass ich heute Läufer wie Bekele, Kipchoge und Kipruto hinter mir gelassen habe. Ich rechnete immer damit, dass Kenenisa zu mir aufschließen würde, aber ich habe ihn während des ganzen Rennens nicht gesehen", sagte Asbel Kiprop, der 2007 bei den Crossweltmeisterschaften in Mombasa (Kenia) die Goldmedaille im Juniorenrennen gewonnen hatte. Seitdem jedoch lief er nur sehr sporadisch Crossrennen – die meisten von ihnen in seiner Heimat. "International bin ich seit Mombasa nur zweimal Cross gelaufen. Letztes Jahr war ich dabei in Edinburgh Zweiter und wurde dann im Sommer Weltmeister über 1.500 Meter. Jetzt habe ich hier gewonnen, was sicherlich ein gutes Zeichen ist bezüglich der Olympischen Spiele im Sommer."

Noch zwei weitere Rennen wurden in Edinburgh gestartet, die zu einer Team-Wertung gehörten. Dabei trafen Mannschaften aus Großbritannien, den USA und Europa aufeinander. Afrikaner waren hier nicht am Start. Der Spanier Ayad Lamdassem, der bei der EM zuletzt zweimal in Folge Silber gewonnen hatte, setzte sich über die 8-km-Distanz der Männer in 25:44 Minuten nach einem starken Endspurt durch. Während sich Bobby Mack (USA) überraschend den zweiten Rang schnappte, wurde der amtierende Europameister, der aus Äthiopien stammende und mit Kenenisa Bekele nicht verwandte Belgier Atelaw Bekele, zeitgleich in 25:47 Dritter. "Ich werde mich nun auf mein Marathondebüt im japanischen Lake Biwa im März konzentrieren. Ich hoffe auf eine Zeit um 2:09 Stunden und möchte auch bei Olympia Marathon laufen", erklärte Ayad Lamdassem.

Die Frauen liefen über 6 km. Dieses Rennen wurde zu einer Demonstration der aktuellen Europameisterin Fionnuala Britton. Mit ihr haben die Iren nach den Weltklasseläuferinnen Sonia O'Sullivan und Catherina McKiernan wieder eine große Langstreckenhoffnung. Die 27-Jährige, die sich im Sommer auf die 5.000 und 10.000 m konzentrieren wird, flog der Konkurrenz auf der schweren Strecke förmlich davon und gewann mit 20 Sekunden Vorsprung in 21:32 Minuten vor Gemma Steel. Dritte wurde Elle Baker (beide Großbritannien/22:08). Zum Europa-Team gehörte auch Simret Restle (Grün-Weiß Kassel), die als Zwölfte 22:48 lief. In der Gesamtwertung der Team-Wettbewerbe gewannen die Briten vor den USA und Europa.

Text: race-news-service.com

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Perfektes Silvester-Comeback von Tirunesh Dibaba in Madrid

[02.01.2012] - Knapp eineinhalb Jahre nach ihrem letzten Rennen, einem 5.000-m-Sieg beim Londoner Diamond League-Meeting im August 2010, hat sich Tirunesh Dibaba zurückgemeldet. Der äthiopischen Doppel-Olympiasiegerin (5.000 und 10.000 m) gelang beim Silvesterlauf in Madrid ein perfektes Comeback.Die 26-Jährige gewann das 10-km-Rennen in sehr guten 31:30 Minuten zeitgleich vor ihrer Landsfrau Gelete Burka.


Tirunesh Dibaba meldete sich erfolgreich zurück.
Foto: photorun.net

Die Mittelstrecken-Spezialistin Burka hatte kurz vor dem Ziel noch knapp in Führung gelegen, doch Dibaba war im Spurt, so wie in ihren größten Rennen, nicht zu schlagen. Mit großem Abstand folgte Susan Partridge (Großbritannien/32:44) auf Platz drei. Vierte wurde Marta Dominguez (Spanien) mit 32:49.

„Ich habe mich jetzt komplett erholt von den Verletzungen und mein Training läuft gut“, wird Tirunesh Dibaba auf der Internetseite iaaf.org des Leichtathletik-Weltverbandes zitiert. „Ich freue mich darauf, bei den Olympischen Spielen in London im kommenden Sommer zu starten und will meine Goldmedaillen verteidigen.“

Eine Überraschung gab es im Männerrennen von Madrid. Hier setzte sich im Spurt der äthiopische Nobody Hagos Gebrehiwot durch. Der 17-Jährige, der niemals zuvor außerhalb von Äthiopien gestartet war und erst kurzfristig nachgemeldet wurde, bezwang den großen Favoriten, Teklemariam Medhin (Eritrea). Beide Läufer wurden zeitgleich mit 27:57 Minuten gestoppt. Rang drei ging an den Spanier Ayad Lamdassem (28:10), Vierter wurde Chema Martinez (Spanien) mit 28:34.

Bei dem Silvesterlauf in Madrid gingen insgesamt 38.000 Läufer an den Start. Das Rennen ist damit das größte seiner Art in der Welt.

Text: race-news-service.com

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